SRI LANKA

4. Januar 2020

Zuhause bei Mutter Natur!

Meine Frau und ich haben uns sehr lange überlegt, wo wir unsere Flitterwochenreise verbringen werden. Auf der Liste standen: Kuba, Costa Rica, Bali und Philippinen. Am Ende entschieden wir uns für Sri Lanka.

Wir landeten in Colombo um 7:00 Uhr, ich stieg aus und bekam gleich die Hitze zu spüren! Müde, wie ich war, folgte ich einfach meiner Frau. Sie suchte den Busbahnhof, doch es war nicht so leicht, weil keiner so genau wusste, was wir wollten. Nach 15 Minuten fanden wir ihn und fuhren auch gleich los. Nicht mal 10 Minuten gefahren und ich schlief ein […]. Meine Frau weckte mich auf und wir befanden uns mitten auf einem Basar. Wir stiegen aus und da war es: Sri Lanka. Es war laut, alles duftete nach etwas, das wir nicht kannten. Ich war kurz überfordert! Zum Glück trafen wir Oliver, der uns zum Zugbahnhof führte.

Am Bahnhof angekommen, wollten wir uns die Tickets nach Kandy kaufen, die Leute fragten uns, ob wir echt mit diesem Zug fahren wollen?! Wir sagten „Ja!“ Ein Taxifahrer kam noch dazu und meinte: „Das wird aber richtig voll! Fahrt lieber mit mir!“ Wir glaubten ihm nicht und sagten: „Nein danke, wir fahren lieber mit dem Zug!“ Schnell noch was zum Essen für die zweistündige Fahrt besorgt, danach liefen wir zu Geis 1.

Der Zug kam angefahren und die Menschen rannten los, ich schaute meine Frau an und dachte:„Was ist mit denen los?“ Nach 10 Minuten haben wir es herausbekommen, ich glaube wir waren 40 bis 50 Personen im Ausgangsbereich. Das Problem war, dass drei ausstiegen und 10 einstigen, es war so voll, dass ich meine Frau fast nicht mehr sehen konnte. Ich hätte so gern ein Bild gemacht, doch leider konnte ich mich fast eineinhalb Stunden nicht mehr bewegen! Ich sagte zu meiner Frau: „Willkommen in Sri Lanka “.

Unsere Reise ging weiter nach Haputale, dieses Mal fuhren wir mit dem Bus und das war auch Action pur, viele Sri-Lankaner sprechen kein Englisch, so mussten wir fasst immer zeigen, wo wir hinwollten. Die Kleinstadt Haputale liegt in 1431 m Höhe auf einem Bergrücken. Sie ist umgeben von Teeplantagen und Wäldern und liegt an einer Bahnstation. Hier bieten sich traumhafte Ausblicke über die südlichen Ebenen Sri Lankas. Die Stadt ist atemberaubend, ich sagte zu meiner Frau: „Wenn ich einen Krimi drehen würde, dann hier.“ Das Klima änderte sich stündlich: Sonne, Regen und dann wurde es so neblig, dass wir nichts mehr gesehen haben! Haputale muss man gesehen haben!

Jetzt hatten wir genug vom Wandern und Regen! Wir reisten nach Mirissa! Mirissa ist nur ein kleines Kaff. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen, nichts von lästigen Verkäufern. Der Strand ist super schön und für Surfer gibts hier sehr hohe Wellen! Vor allem abends ist es am Strand super gemütlich, es gibt günstiges Bier, leckeres Curry und gechillte Musik.

Nach vier Tagen Chillen wurde es uns langweilig, so machten wir einen kleinen Ausflug nach Galle. Galle ist die größte erhaltene europäische Festung in Südasien und zeigt eine Interaktionzwischen europäischer und asiatischer Architektur. Einen Vormittagsausflug nach Galle kann ich euch empfehlen! Von Mirissa sind es nur 60km.

Nach weiteren Tagen nichts tun, sagte ich zu meiner Frau, jetzt sind wir bereit für Adams Peak!

Wir liefen erst am zweiten Tag um 2 Uhr mit einer Taschenlampe, Regenmantel und mit warmer Kleidung los. Ich sag’s euch, das war das Härteste, was ich bis jetzt gemacht habe und ich bin ein sehr sportlicher Mensch! Die Treppen sind bis zu einem halben Meter hoch, mit jedem Absatz, jeder Biegung nimmt die Treppen eine neue Form an. Mal ist sie flach und langgezogen, ich dachte oft „SCHEIßE, was macht ihr hier“ […]

Nach vier Stunden kamen wir genau zum Sonnenaufgang an. Das mitanzusehen, wie die Sonne hinter dem Berge hochstieg, befreite uns gleich von jeglichen Schmerzen! Ich umarmte meine Frau, atmete einmal richtig ein und schloss für eine Minute meine Augen […]

Ich dachte darüber nach, wie schön das Leben ist und wie glücklich wir uns schätzen können, auf so einem schönen Planeten leben zu dürfen!

Nach einer Stunde der Schönheit mussten wir die Treppen wieder runter, wir machten noch ein paar Fotos und dann auf den Weg nach unten! Insgesamt sind wir 6:30 Stunden gelaufen und 11000 Stufen hoch und runter gestiegen.

Wir duschten uns schnell ab und nahmen den ersten Bus nach Colombo. Wir brauchten für 140 Km acht Stunden – mehr brauche ich nicht zu sagen.

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